So gehen Sie richtig damit um!

Umgang, Bekämpfung und Vermeidung

So gehen Sie richtig damit um!

Rattenbefall ist ein großes Thema in Städten und Gemeinden. Fast jeder zweite Anruf handelt um die kleinen Nagetieren. Ob in Gärten, auf den Straßen oder sogar in den Häusern. Überall tummeln sich die kleinen Tierchen.

Aus gegebenem Anlass möchten wir unsere Bürgerinnen und Bürger wieder vermehrt mit dem Umgang, der Bekämpfung und der Vermeidung von Rattenbefall vertraut machen.

Rund 160 bis 200 Millionen Ratten sollen Deutschlands Untergrund bevölkern. Für Ratten ist die Kanalisation der ideale Ort zu leben. Sie finden dort genug Nahrung, Platz um sich zu vermehren und es gibt keine Bedrohung in Form natürlicher Feinde. Ratten zeichnen sich durch eine extrem hohe Vermehrungsrate aus (ein Paar hat bis zu 800 Nachkommen im Jahr). Irgendwann wird es ihnen dann doch zu eng, sodass sich die Ratten aus der Kanalisation raustrauen. Sie bevorzugen Grünanlagen, weshalb sie oft in Parks oder privaten Gärten zu sehen sind. Einige Bürger und Bürgerinnen haben mit den Gesundheitsschädlingen bestimmt schon Bekanntschaft machen dürfen. Deshalb möchte die Gemeinde Spiesen-Elversberg Ihnen ein paar Informationen über diese Nagetiere geben.


Gefahren durch Ratten:
Ratten können schwere Krankheiten übertragen. Die Übertragung von Bakterien, Viren und Parasiten auf den Menschen erfolgt durch die Ausscheidung von Kot, Urin und Speichel in Kontakt mit der Haut, den Atemwegen oder Schleimhäute.

Die Nagetiere können nicht nur Krankheiten übertragen, sondern sind neben ihrer Eigenschaft als Gesundheitsschädling ebenso als Material- und Vorratsschädling bekannt und können damit auch große wirtschaftlichen Schäden anrichten wie beispielsweise Schäden an elektrischen Anlagen, Nageschäden an Möbeln, wichtigen Dokumenten oder Absackungen von gepflasterten und betonierten Flächen durch die Wühltätigkeit von Ratten.


Welche vorbeugenden Maßnahmen können getroffen werden, um Nagerbefall zu verhindern?
Um einen Rattenbefall vorzubeugen, können verschiedene Verhaltensregeln im Haushalt getroffen werden:

  • Speise- und Nahrungsmittelreste sollten auf keinen Fall über die Toilette oder das Spülbecken entsorgt werden, da diese den Ratten in der Kanalisation und den Rohrsystemen als willkommene Nahrungsquelle dienen.

  • Komposthaufen im Garten. Achten Sie auf eine richtige Kompostierung und auf Erdlöcher in unmittelbarer Nähe.

  • Müllsäcke verschlossen bzw. im Müllcontainer aufbewahren und möglichst erst am Tag der Abfuhr an die Straße stellen. Dasselbe gilt für Gelbe Säcke und Biotonnen. Futter von Haustieren wie Hund, Katze, Vogel, Hamstern und anderen Tieren sollen ebenfalls verschlossen gelagert werden.

  • Türen und Kellerfenster zum Garten oder Hof sollen vor allem in den Wintermonaten konsequent geschlossen halten, sowie andere Zugänge zum Innenbereich (Gebäudeschäden wie Spalten, Löcher) beseitigen und unzugänglich für die Nagetiere machen.

  • Hauskatzen gelten als das beste Mittel gegen Ratten, da sie sich aufgrund ihres angeborenen Jagdinstinkts sofort auf die Jagd machen.


Wichtigstes Ziel ist es jedoch die Nahrungsquellen von Ratten zu entfernen!


Rattenarten erkennen:
In Deutschland leben zwei Arten von Ratten: die Hausratte und die Wanderratte.

Merkmale von Hausratten (Rattus rattus):

  • Hausratten sind zwischen 16 und 24 cm groß

  • Ihr Schwanz ist länger als Kopf und Körper zusammen

  • Hausratten wiegen 150 bis 200 g

  • Im Vergleich zu Wanderratten besitzen sie eine spitze Nase, lange Ohren und einen schlanken Körper

  • Sie sind grauschwarz oder braungrau gefärbt

Merkmale von Wanderratten (Rattus norvegicus)

  • Wanderratten erreichen inklusive Schwanz eine Größe von bis zu 40 cm wobei der Schwanz kürzer ist als der Körper

  • Wanderratten haben ein Gewicht von 350 bis 500 g

  • Im Vergleich zu Hausratten besitzen sie eine stumpfe Nase, kleine Ohren und einen kompakten Körperbau

  • Sie sind braungrau gefärbt

  • Wanderratten leben in großen Gruppen und sind sehr vermehrungsfreudig

  • Die Tragezeit von Wanderratten beträgt etwa 3 Wochen

  • Es gibt 7 bis 8 Junge pro Wurf. Insgesamt erfolgen 3 bis 6 Würfe pro Jahr

An wen kann ich mich bei Rattenbefall wenden?
Bedenken Sie, wenn sich Nager auf Ihrem Grundstück befinden, erhöht sich das Risiko, dass diese mit der Zeit auch in Ihre Räumlichkeiten vordringen. Eine sofortige Bekämpfung von Ratten ist daher unabdingbar. Nach den gesetzlichen Vorgaben ist jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, entsprechende Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung einzuleiten. Für die Bekämpfung von Schädlingen auf Privatgrundstücken sind die Eigentümer bzw. Hausverwaltungen verantwortlich und tragen auch die Kosten.

Einmal im Jahr führt die Gemeinde Spiesen-Elversberg eine Rattenbekämpfungsmaßnahme durch. Diese findet immer im Juli statt. Ein Spezialist für Schädlingsbekämpfung legt Köder in der Kanalisation aus. Einige Wochen vorher veröffentlicht die Gemeinde in den regionalen Zeitungen und Zeitschriften den genauen Zeitraum.

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